Mistel-Engel

Am Silvestertag habe ich bei einem Spaziergang einen abgebrochenen Ast mit Misteln von einem Apfelbaum entdeckt. Ich konnte nicht widerstehen, eine Beere zu essen, obwohl ich schon wusste, wie sehr der Schleim der Frucht klebt, erst nach ein paar Tassen Tee, ist der Schleim aufgelöst. Die Frucht soll leicht giftig sein, was aber sicher bei ein paar Beeren zu vernachlässigen ist. Nur die weibliche Pflanze trägt Früchte. Im Winter sind die Früchte und die grünen Blätter eine Besonderheit, auch dass sie als Gehölzgewächs ohne Wurzeln auf einem anderen Baum "schwebt", machte sie zu einer mystischen Pflanze. Ihre lindernde Wirkung bei Krebsleiden ist bekannt. Ich habe mir einen Büschel mit den engelsgleichen Blättern an die Wohnzimmertür gehängt. Meinen Besuch am Neujahrstag habe ich auch eine Beere probieren lassen, das fand ich ziemlich lustig.