Hagebutten

Als nächstes waren jetzt die Hagebutten dran. Beim Herbstspaziergang hatten wir sehr süße, weiche Früchte gefunden. An einem anderen Standort, festere. Ich mache daraus ein kaltgerührtes Hägemark und Hagebutten-Apfel-Mus. Dazu habe ich für das Hägemark die festeren Früchte genommen, die Blütenansätze entfernt mit einem kleinen Löffelchen entkernt und gewaschen, mit Weißwein übergossen und nun steht das Ganze für ein paar Tage im Keller, bevor ich Zucker hinzugebe und alles püriere. Das Entkernen für 500 g Früchte dauert schon etwa eine Stunde. Bei den restlichen Früchten für das Mus habe ich auch die Blütenansätze abgeschnitten, dann aber komplett in den Topf gegeben. Zu etwa einem Kilo Früchte noch 500 Gramm Mostäpfel gegeben, etwa einen halben Liter Apfelsaft dazu und gut eine Stunde weichgekocht. Das Ganze dann durch ein Sieb gedrückt, mit 500 g Zucker vermischt, noch mal aufgekocht und in sterile Gläser gefüllt. Ich verwende keine Gelantine, da ich es so mußig viel lieber mag, Äpfel und Hagebutten haben auch selbst genügend Pektin zum Binden. Das Durchs-Sieb-Streichen ist ziemlich anstrengend, meine nächste Anschaffung wird eine "Flotte Lotte". Da im Rest noch allerhand Frucht enthalten war, habe ich noch einmal einen halben Liter Apfelsaft zugefügt, durchgesiebt und Zucker dazugetan, jetzt hatte ich noch einmal eine flüssige Hagebutten-Apfelsoße. Wahrscheinlich ist das Entkernen gar nicht viel aufwendiger als das Durchsieben, zumal die Ausbeute beim Entkernen ja größer ist. Also das Hagebutten-Apfel-Mus ist schon mal so lecker, dass ich schon ein halbes Glas geleert habe. Wem ich das schenke, der muss schon ein sehr guter Freund sein.