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Räuchern in den Rauhnächten

Vielleicht braucht ihr noch ein kleines Geschenk oder wollt selbst das Räuchern erst einmal ausprobieren, bevor ihr euch Räucherutensilien kauft. Hier eine Möglichkeit die nichts kostet und einfach zu machen ist. Ich habe ein bisschen ausprobiert, das wichtigste ist eigentlich beim Abbrennen darauf zu achten dass nichts anbrennt und dennoch die Temperatur hoch genug ist, dass es schön verglimmt und dann gut duftet.

 

Räuchergefäß basteln: In die Aluschale eines leeren Teelichtes zwei Löcher mit einer Lochzange stanzen oder mit einem spitzen Gegenstand bohren. Räucher­mischung in die Aluschale füllen.

Teelicht in ein hohes Glas geben und anzünden. Mit einem Holz­stäbchen (Zahnstocher) die Aluschale über das Glas hängen. Eventuell etwas abwarten, falls die Flamme zu groß ist. Die Kräuter dürfen nicht verbrennen sondern sollten würzig duften. Man kann die Räuchermischung auch einfach auf eine Heizung legen oder an einer heißen Stelle des Ofens stellen.

 

Raunachträuchern: Zwölf Mondzyklen entsprechen 354 Tage, das Jahr hat 365 Tage. Die „übrigen“ letzten 11  Tage und 12 Nächte eines Jahres galten deshalb unseren Vorfahren als dunkle und mystische Zeit. Jede dieser Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Als Schutz vor den Unwesen und wilden Naturkräften wurden verschiedene Kräuter im Haus und auf dem Hof in diesen Nächten ver­räuchert. Geeignete Pflanzen sind: Schafgarbe, Dost, Beifuß, Wacholder, Engelwurz, Kiefer, Johanniskraut, Mädesüß, Minze, Baldrian, Hopfen, Rose, Brennnessel.

Es gibt die Tradition, sich zwölf Wünsche auf einem Zettel aufzuschreiben, diese zu verschließen und zu mischen. In jeder Nacht wird ein Zettel verbrannt, die Erfüllung gelingt ohne weiteres Tun. Der letzte Zettel wird nicht verbrannt, für die Wunscherfüllung bist du selbst zuständig.