Springkrautsamen essen

Bei meinem Herbstspaziergängen esse ich nun immer ein paar Handvoll Samen des Indischen Springkrautes (Impatiens glandulifera). Dazu fasse ich mit der Hand um die Samenkapseln, teilweise springen diese dann in der Hand auf, das kitzelt etwas. Ich mache mir die Arbeit nicht mehr, die Samen aus den Kapseln herauszusuchen, ich esse sie mit Stängel und Kapseln. Zumal ich nun gelesen habe, dass der ein wenig schleimige Pflanzensaft des Springkrautes die übermäßige Histaminausschüttung hemmt. Das kommt mir Zugute, da ich zu Rötungen im Gesicht neige, wenn ich zu viel Histamin im Körper habe. Man kann die weißen und auch die schwarzen Samen essen, sie sind sehr lecker, ähnlich der Walnuss. Man kann sie auch anrösten oder einfach so in Suppe, aufs Brot, in Salat geben. Das Springkraut als Einwanderer (Neophyt) war bei den Botanikern lange nicht beliebt, weil es sich sehr ausgebreitet hat. Nun erkennt man mehr und mehr die Vorzüge der Pflanze mit nektarreichen Blüten für die Bienen im Herbst und die gehaltvollen Samen für uns zum Essen. Ich glaube ja, die Pflanzen kommen zu uns, weil wir sie brauchen, wir sollten uns gerade die neuen Einwanderer anschauen, was sie uns anbieten. Die Wurzeln der Pflanze sind außerdem sehr schwach, ich habe schon beobachtet, dass zum Beispiel die Brennnessel das Springkraut in der Ausbreitung zurückdrängt. Die Blätter sind wenig bekömmlich, aber der Saft und Pflanzenbrei hilft bei Insektenstichen, Brennnesselquaddeln und Wiesendermatitits. Die Blütenessenz ist in „Rescue Tropfen“ der Bachblüten enthalten und hilft bei emotionaler Belastung, gegen Hektik und Ungeduld und innere Unruhe. Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Himalaya, Name Gul-Mehndi bedeutet Pflanze für Körperbemalung, interessanterweise enthält sie den gleichen Farbstoff wie die Hennapflanze.